»Spritueller« Teufelskreis versus Kultur? – Das lassen wir nicht zu!
Seit die Benzinpreise täglich nach oben hin rotieren, gönnen sich immer weniger Land- und Kleinstadtbewohner den Genuss von musikalischen Darbietungen. Niemand hat große Lust, nach einem anstrengenden Arbeitstag noch 1 ½ Stunden und 120 km bis Hamburg mit dem Auto zu fahren, an die 30 € Benzin »zu vergurken«, immense Eintrittspreise für Musikveranstaltungen hinzublättern und dann auch noch auf der Null-Promille-Linie zu verweilen, was hintenrum auch wieder die Veranstalter dazu bewegt, Darbietungen als umsatzschwach zu deklarieren und Spottgagen anzubieten, für die an sich kein Musiker mehr »ausrücken« kann. Der Besucher auch immer seltener, da – wie wir alle wissen und spüren – die Gürtel täglich enger geschnallt werden müssen. Kultur mutiert für viele unter uns zu unbezahlbarem Luxusgut. Ein »spritueller« Teufelskreis, der sich nicht nur auf den Sprit im Tank, sondern auch auf den nicht vom Veranstalter umgesetzten »Sprit« bezieht.
Plan ist, Veranstalter von dem Konzept zu überzeugen, mehrere Tage die Woche Musikdarbietungen anzubieten, Ihnen ebenfalls fachkundige Unterstützung zu GEMA-Abhandlungen, Künstlersozialkasse-Abgaben, Ausländersteuer und Vertragswesen, technische Unterstützung sowie Pressearbeit anzubieten, um das Musikgeschäft auch für kleinere Veranstalter wieder lukrativ werden zu lassen.
Die Besucher könnten die Zeit auf der Autobahn gegen einen gemütlichen Kneipenstuhl und ihr finanzielles Kulturinvestment in abwechslungsreiche Veranstaltungen sowie Feierabendbier und einen leckeren Imbiß eintauschen und danach fröhlich beschwingt zu Fuß nach hause gehen.
Ein weiteres Problem sieht die Mannschaft der GbR an fehlenden Künstlerfundgruben, die es professionell zu füllen gilt. Für eine dreimonatige Rotation von Genres und neuen Gesichtern und Klängen wäre gesorgt. Sämtliche Vertragshandhabung und Werbung gehört in erfahrene Hände, ohne fachmännisch aufgebaute Internetzpräsenz, Neuigkeitenbriefverteiler an Musikinteressierte und breite Medienstreuung werden die meisten Veranstaltungen erneut unlukrativ für alle Beteiligten.